Ernährung bei Krebs

Kurz & Knapp

Hier erhalten Sie die wichtigsten Informationen zur Ernährungstherapie bei Krebs – verständlich, fundiert und kompakt. Sie sollen schnell Orientierung geben und Mut machen, den Weg mit neuer Kraft und Klarheit zu gehen.

Die Krebstherapie beeinflusst Stoffwechsel, Appetit und Verdauung. Daher ist eine gezielte Ernährung während der Therapie besonders wichtig, um den Körper bestmöglich zu unterstützen. Hochkalorische Mahlzeiten helfen dabei, den erhöhten Energiebedarf zu decken und einem Gewichts- sowie Muskelverlust gezielt vorzubeugen. Schon ein ungewollter Gewichtsverlust von mehr als 5 % kann die Verträglichkeit der Therapie und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen .1

Da viele Patient:innen während der Behandlung unter Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Geschmacksveränderungen leiden, sind klassische Mahlzeiten oft schwer umsetzbar. In solchen Fällen bieten hochkalorische Spezialprodukte – wie Trink- oder Sondennahrung von Fresubin – eine wertvolle Unterstützung. Sie liefern in kleinen Portionen eine konzentrierte Dosis an Kalorien und Energie und sind leicht zu konsumieren. Bereits geringe Mengen reichen aus, um den Körper mit wichtigen Nährstoffen und ausreichend Energie zu versorgen. Zudem sind sie speziell zusammengesetzt: Omega-3-Fettsäuren, hochwertiges Eiweiß und Ballaststoffe tragen dazu bei, Entzündungen zu lindern und Muskelabbau zu verlangsamen.

Ein zusätzlicher Vorteil von Fresubin liegt in der unkomplizierten Anwendung: Für Patient:innen, denen das Kauen oder Schlucken fester Nahrung schwerfällt, bieten flüssige Produkte eine gut verträgliche und einfach umsetzbare Alternative im Alltag.

Warnsignale während der Therapie können wichtige Hinweise darauf geben, dass der Körper Unterstützung benötigt. Besonders aufmerksam sollte man bei Anzeichen wie ungewolltem Gewichtsverlust von über 5 %, anhaltende Appetitlosigkeit, starke Übelkeit oder wiederkehrendem Durchfall werden.1 Auch dauerhafte Müdigkeit, zunehmende Schwäche und sichtbarer Muskelabbau zählen zu den ernstzunehmenden Alarmsignalen. Sobald solche Symptome auftreten, ist es wichtig, rasch mit einer gezielten Ernährungstherapie gegenzusteuern. Sie hilft dabei, den Körper wieder ausreichend mit Kalorien und Energie zu versorgen und ist eine entscheidende Voraussetzung, um den Therapieverlauf positiv zu beeinflussen.

Unterstützung für Patient:innen und Angehörige ist während einer Krebstherapie ein nicht zu unterschätzender Faktor. Für viele Angehörige ist es eine Herausforderung, die richtige Balance zwischen Unterstützung und der Eigenständigkeit der Patient:innen zu finden. Einerseits besteht der Wunsch zu helfen, andererseits soll kein zusätzlicher Druck entstehen. In dieser sensiblen Phase ist es besonders wichtig, frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine Ernährungstherapie sollte idealerweise bereits zu Beginn der Behandlung integriert werden.

Diätolog:innen begleiten individuell, abgestimmt auf Therapieform, Beschwerden und persönliche Vorlieben. Sie stellen sicher, dass Patient:innen trotz möglicher Einschränkungen optimal mit Nährstoffen versorgt sind. Hochkalorische Spezialprodukte wie Trinknahrung von Fresubin können gezielt eingesetzt und auf Wunsch direkt nach Hause geliefert werden. So entfällt der organisatorische Aufwand, und die Entlastung im Alltag ist spürbar. Vereinbaren Sie einen Termin mit einer Diätologin oder einem Diätologen, um sich individuell und professionell zur Ernährung während der Krebstherapie beraten zu lassen.

Kraftquelle- der Ernährungspodcast

  • für Personen in onkologischer Behandlung: Ernährung als Unterstützung für Therapie, Kraft und Lebensqualität.
  • Expert:innen & Betroffene: Gespräche mit Diätologie, Medizin, Pflege und Patient:innen.
  • Praxis-Tipp: Hilfe bei Appetitlosigkeit, Übelkeit (Fatigue), Geschmacksveränderungen, nährstoffreiche Mahlzeiten.
  • Spezialernährung & Emotionen: Ergänzungen, enteral/parenteral, Homecare – es soll wieder Freude machen.

Was ist wichtig?

Hochkalorische und eiweißreiche Ernährung

Der Körper benötigt während der Therapie mehr Energie und Eiweiß zur Regeneration. Lebensmittel wie Eier, Fisch, Geflügel, Milchprodukte oder proteinreiche Trinknahrung können helfen, den Bedarf zu decken.

Kleine, regelmäßige Mahlzeiten

Anstatt großer Portionen sind mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt oft besser verträglich.

Milde Zubereitung

Gedünstete oder gekochte Speisen sind oft bekömmlicher als frittierte oder stark gewürzte Lebensmittel.

Ausreichend Flüssigkeit

Mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit täglich helfen, den Körper zu entlasten und Nebenwirkungen wie Verstopfung vorzubeugen.

„Ich war immer jemand, der gerne gegessen hat, aber plötzlich stand ich vor dem Kühlschrank, habe ihn geöffnet, wieder zugemacht und bin gegangen. Mein Mann hat mir das Beste gekocht, aber ich konnte einfach nichts essen“, erzählt die Krebspatientin Gertrude Wagner über ihre Erfahrung mit Appetitlosigkeit.

Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit gehören zu den häufigsten Begleiterscheinungen einer Krebserkrankung – werden jedoch oft unterschätzt. Studien zeigen, dass bereits beim ersten onkologischen Termin mehr als ein Drittel der Patient:innen einen ungewollten Gewichtsverlust von über 5 % aufweisen.1

Wir klären auf, auf welche Warnsignale Sie achten sollten und wann der richtige Zeitpunkt ist, um nach Ernährungstherapie zu fragen. Denn Wissen und Eigeninitiative sind die Schlüssel zur Bekämpfung von Mangelernährung bei onkologischen Erkrankungen.

Gertrude Wagner

Ich halte mich für eine Kämpfernatur

Gertrude Wagner Krebspatientin
  • 70

    schätzungsweise 30 bis 70 Prozent der onkologischen Patient:innen sind von Mangelernährung betroffen.2

  • 5

    bereits ein ungewollter Gewichtsverlust von 5% kann die körperliche Belastbarkeit und die Therapie beeinflussen.1

  • 20

    10-20% der Krebspatient:innen versterben an den Folgen der Mangelernährung- nicht an den Folgen der Erkrankung.3

Ernährungstherapie bei Krebs

Die Diagnose Krebs verändert das Leben schlagartig. Neben der medizinischen Behandlung spielt die Ernährung eine oft unterschätzte, aber essenzielle Rolle.

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Warnsignale erkennen

Fachgesellschaften.11 und internationale Expert:innen auf dem Gebiet der onkologischen Ernährung empfehlen, spätestens bei diesen Warnsignalen aktiv zu werden.

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Ernährung während der Krebstherapie

Eine Krebserkrankung bringt nicht nur medizinische Herausforderungen mit sich, sondern beeinflusst auch den Alltag und das Wohlbefinden der Betroffenen – insbesondere in Bezug auf die Ernährung.

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Unterstützung von Patient:innen und Angehörigen

Während Betroffene mit der Krankheit und den Herausforderungen der Therapie umgehen müssen, stehen auch Familienmitglieder und Freund:innen oft vor der Frage, wie sie am besten unterstützen können – auch wenn es um die Ernährung geht.

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Diätologische Beratung

Sie haben Fragen zu unseren Produkten, deren Anwendung oder benötigen Unterstützung bei der Therapieplanung mit Sondennahrung? Wir bieten eine kostenlose diätologische Beratung für Patient:innen, Angehörige sowie betreuendes Gesundheitspersonal.

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Fresubin® Produkte sind Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke zum Diätmanagement für Patient:innen mit bestehender oder drohender Mangelernährung (bilanzierte Diäten) und sind unter medizinischer Aufsicht zu verwenden. Die von uns telefonisch oder per E-Mail bereitgestellten Informationen zu unseren Fresubin® Produkten dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche oder individuelle diätologische Beratung. Dies gilt gleichermaßen für Onlineberatungen über unser Onlinebuchungstool.   Auswahl, Verordnung und Anwendung sind jedenfalls mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt abzustimmen.

 

FAQ Ernährung bei Krebs

1. Wie sollte die Ernährung bei einer Krebstherapie aussehen?
Während einer Chemotherapie ist eine bedarfsgerechte Ernährung essenziell. Ziel ist es, den Körper trotz möglicher Nebenwirkungen wie Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Geschmacksveränderungen mit ausreichend Kalorien und Energie zu versorgen. Hochkalorische Speisen, kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt sowie der Einsatz von Fresubin Trink- oder Sondennahrung können helfen, Mangelernährung vorzubeugen.

2. Welche Ernährung ist bei Krebs allgemein empfehlenswert?
Empfohlen wird eine individuell angepasste, möglichst abwechslungsreiche Ernährung, die auf die Symptome und Bedürfnisse der Patient: innen abgestimmt ist. Besonders wichtig ist eine ausreichende Energie- und Nährstoffzufuhr. Hochkalorische Ernährung ist oft notwendig, um Gewichtsverlust entgegenzuwirken. Die Zusammenarbeit mit Diätolog:innen stellt sicher, dass die Ernährung optimal auf den Therapieverlauf abgestimmt ist.

3. Was kann man bei Krebs essen?
Gut verträgliche und nährstoffreiche Speisen sind empfehlenswert laut den allgemeinen Ernährungsempfehlungen für eine gesunde Ernährung bei Krebs16. Dazu zählen hochwertige Eiweißquellen, Gemüse (ggf. weich gekocht), Obst sowie diverse Getreideprodukte und Beilagen wie Reis oder Kartoffeln. Wenn die Nahrungsaufnahme schwer fällt, sind Fresubin-Produkte eine gute Alternative, um den Energiebedarf zu decken.

4. Was ist Mangelernährung bei Krebs und wie erkennt man sie?
Mangelernährung äußert sich durch Symptome wie ungewollten Gewichtsverlust, Muskelabbau, Erschöpfung und geschwächte Immunabwehr. Bereits ein Gewichtsverlust von mehr als 5 % innerhalb weniger Wochen gilt als kritisch.1 Eine frühzeitige Ernährungstherapie mit hochkalorischer Unterstützung kann helfen, das Fortschreiten zu stoppen.

5. Welche Lebensmittel können gegen Krebs helfen?
Lebensmittel allein können Krebs nicht heilen, sie können aber die Therapie unterstützen. Besonders empfehlenswert sind nährstoffreiche Lebensmittel mit hoher Kalorien- und Energiedichte. Wichtig ist viel Gemüse, hochwertige Fetten, Eiweißquellen und – bei Bedarf – medizinischer Trinknahrung wie Fresubin, um die Versorgung sicherzustellen.

1Muscaritoli M, Lucia S, Farcomeni A, Lorusso V, Saracino V, Barone C, Plastino F, Gori S, Magarotto R, Carteni G, Chiurazzi B, Pavese I, Marchetti L, Zagonel V, Bergo E, Tonini G, Imperatori M, Iacono C, Maiorana L, Pinto C, Rubino D, Cavanna L, Di Cicilia R, Gamucci T, Quadrini S, Palazzo S, Minardi S, Merlano M, Colucci G, Marchetti P; PreMiO Study Group. Prevalence of malnutrition in patients at first medical oncology visit: the PreMiO study. Oncotarget. 2017 Aug 10;8(45):79884-79896. doi: 10.18632/oncotarget.20168. PMID: 29108370; PMCID: PMC5668103.
2Deutsche Krebsgesellschaft (2024). Mangelernährung bei Krebspatient:innen. Verfügbar unter: https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/nebenwirkungen-der-therapie/beschwerden-bei-krebstherapien-und-gegenmassnahmen/man.html#:~:text=Bei%20Krebspatient*innen%20kommt%20es,Prozent%20von%20ihnen%20sind%20betroffen (Zugriff am: 17.03.2025)
3Arends J, Bachmann P, Baracos V, Barthelemy N, Bertz H, Bozzetti F, Fearon K, Hütterer E, Isenring E, Kaasa S, Krznaric Z, Laird B, Larsson M, Laviano A, Mühlebach S, Muscaritoli M, Oldervoll L, Ravasco P, Solheim T, Strasser F, de van der Schueren M, Preiser JC. ESPEN guidelines on nutrition in cancer patients. Clin Nutr. 2017 Feb;36(1):11-48. doi: 10.1016/j.clnu.2016.07.015. Epub 2016 Aug 6. PMID: 27637832.
4Muscaritoli, M., Arends, J., Bachmann, P., Baracos, V., Barthelemy, N., Bertz, H., … & Zurcher, G. (2021). ESPEN practical guideline: Clinical Nutrition in Cancer. Clinical Nutrition, 40(5), 2898-2913.
5Laviano, A., Koverech, A., & Seelaender, M. (2016). Emerging issue in cachexia and nutritional status in cancer. Current Opinion in Clinical Nutrition and Metabolic Care, 19(4), 223-226
6Biesalski, H. K., Espen, E. G., & Arends, J. (2018). Evidence-based nutrition in cancer treatment. Nutrition, 55, 1-6.
7Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. (2024). Was ist dran: Kurkuma bei Krebs?. Abgerufen am 17. März 2025, von https://www.krebsinformationsdienst.de/fachkreise/nachrichten/detail/was-ist-dran-kurkuma-bei-krebs
8DGEM – Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin. (2024). Medizinische Ernährung in der Onkologie.
9Warburg, O. (1956). On the origin of cancer cells. Science, 123(3191), 309–314. https://doi.org/10.1126/science.123.3191.309
10Argilés, J. M., Busquets, S., Stemmler, B., & López-Soriano, F. J. (2014). Cancer cachexia: Understanding the molecular basis. Nature Reviews Cancer, 14(11), 754–762. https://doi.org/10.1038/nrc3829
11Z. B. die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM)
12Laviano, A., Di Lazzaro, L., Koverech, A. (2016). Nutrition support and clinical outcome in advanced cancer patients. Proceedings of the Nutrition Society, 75(2), 176–180. https://doi.org/10.1017/S0029665116000247
13Baracos, V. E., Martin, L., Korc, M., Guttridge, D. C., & Fearon, K. C. (2018). Cancer-associated cachexia. Nature Reviews Disease Primers, 4(1), 17105. https://doi.org/10.1038/nrdp.2018.4
14DGEM – Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (2017). S3-Leitlinie Klinische Ernährung in der Onkologie.
15Aoyagi T, Terracina KP, Raza A, Matsubara H, Takabe K. Cancer cachexia, mechanism and treatment. World J Gastrointest Oncol. 2015 Apr 15;7(4):17-29. doi: 10.4251/wjgo.v7.i4.17. PMID: 25897346; PMCID: PMC4398892.
16https://www.krebshilfe.net/beratung-hilfe/leben-mit-krebs/ernaehrung-bei-krebs